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Kosten und Risiken reduzieren – Forschungsprojekt «Risk Based Maintenance» für Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA)

Tiefere Gesamtkosten bei gleichzeitig tieferem Risiko – Wunschdenken oder doch nicht? Diese Frage wurde innerhalb eines Forschungsprojekts für das Bundesamt für Strassen untersucht. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie optimale Instandhaltungsstrategien von Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA) identifiziert werden können.

In Strassentunneln werden Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA) installiert, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Störungen oder Ausfälle dieser Systeme erzeugen ein Risiko für die Verkehrsteilnehmer, den Betreiber und die Umwelt. Damit die BSA möglichst zuverlässig funktionieren werden regelmässige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Um ein möglichst tiefes Gesamtrisiko zu erzielen, muss das zur Verfügung stehende Budget optimal eingesetzt werden. Doch wie können gute Instandhaltungsstrategien von weniger guten auseinandergehalten werden?

 

Gute Instandhaltungsstrategien adressieren die Risiken effizient. Das bedeutet: minimales Risiko bei gegebenem Budget. Die Schwierigkeit besteht also einerseits darin, den Einfluss der einzelnen Instandhaltungstätigkeiten auf Risiken und Kosten zu identifizieren. Andererseits die vorhandenen Mittel sinnvoll zu verteilen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Datenanalyse und Prozessdesign der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, den Betreibern und Fachspezialisten ist es ASE gelungen eine Methodik zu entwickeln, um diese Frage zu beantworten. Dabei werden im Wesentlichen folgende Kernpunkte behandelt:

  • Vorgehen zur Identifikation der Instandhaltungstätigkeiten und Beurteilung / Abschätzung ihres Optimierungspotentials
  • Berechnung von Risiko und Kosten der Instandhaltungstätigkeiten
  • Einheitlicher Vergleich des Risikoreduktionbeitrages von verschiedenen Instandhaltungstätigkeiten an unterschiedlichen BSA
  • Optimierungsverfahren zur Identifikation von optimalen Instandhaltungsstrategien

 

Die Methodik liefert als Resultat eine Übersicht aller wirtschaftlichen Instandhaltungsstrategien. Welche davon passend ist, ist am Ende eine Frage des Budgets bzw. des akzeptierten Restrisikos.

Das Forschungsprojekt konnte anhand von Pilotanwendungen aufzeigen, dass sich durch diese Methodik gegenüber heutigen Instandhaltungsstrategien sowohl die Kosten als auch das Risiko reduzieren lassen. Tiefere Gesamtkosten bei gleichzeitig tieferem Risiko – kein Wunschdenken!

Interessierte Leser finden den publizierten Forschungsbericht auf der VSS mobilityplatform:

Titel: Risk Based Maintenance (RBM) – Minimierung der Nutzerrisiken und Betriebskosten mit einer risikobasierten Methode für den Unterhalt der BSA

Berichtnummer: 1648

URL: http://www.mobilityplatform.ch/topnavigation/search/?q=1648&id=25&L=0&tx_solr%5Bfilter%5D%5B0%5D=facet_212_stringM%253AAktiv&tx_solr%5Bpage%5D=0